m.ebert-hanke

“sie haben also meinen raum betreten? ja?”
“sicher”
“ja genau”
“und? wollen sie nun beitreten?”
“sicher”
“ja genau”
“also folgendes.. sie sehen ja die achsen. die koordinaten.
das ganze system und alles.”
“ja. aber wo sind die achsen?”
“na in den ecken! ganz dezentral, versteht sich. verstehen sie?”
“ja klar”
“gut. also achsen in ecken und koordinaten überall.
bliebe dann das licht. das habe ich jetzt sehr hell gemacht.
das finde ich dann besser irgendwie.”
“ja jetzt kann ich auch die achsen sehen. genau. sehr hell. schön”
“nicht wahr? schön.”
“schon”
“also das licht und dann ist da der kubus in der mitte.
hat flächen und kanten und winkel an den rechten stellen.”
“gut den sehe ich, der ist sehr schwarz.
sieht man gut bei dem ganzen weiß.”
“klar. weiß ich doch. titanschwarz fürs mehr an bodenhaftung.
drinnen ist der natürlich nicht mehr so.”
“nein? der ist hohl?”
“nein. ich meine ja. naja hohl eben. klar, oder? muss ja schließlich.”
“ja klar”
“also ich würde den dann mal aufmachen den kubus,
dann wissen sie auch bescheid”
“nein lieber nicht.”
“na gut kann ich verstehen. also eben nicht. aber hier dort drüben? ja.
sehen sie die stele? ja dort.”
“ja die kann ich sehen. ist magentafarben.”
“ja schon. aber nur grad für den moment. ist mehr so als skizze zu verstehen.
hier nehmen sie mal den stift und machen sie ein dreieck da hinten auf die wand.”
“auf wand vier?”
“ja genau wand vier. so 40 prozent der gesamtfläche groß würde
ich meinen und sagen sie bescheid wenn sie eine leiter brauchen.”
“nein geht schon”
“gut. ausmalen kann dann der assistent.”
“gut so?”
“ja. sehr schön. geometrie liegt ihnen!
das imponiert mir immer wieder.”
“ja kann sein.”
“wer kann, der kann”
“kann schon sein”
“ja. und jetzt die stele.”
“ja?”
“da oben drauf. der knopf. den müssen sie drücken
wenn sie wirklich beitreten wollen.”
“sicher? den roten knopf.”
“ja genau”
“na gut”
“danke”
“ich rufe dann mal den assistenten”
“gut”


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