[Text und Bild stehen an der Klippe und blicken auf das Meer.
Klarer Himmel und hinter ihnen die Hochebene.
Weiße Blumen und Zigarren in den Händen.]


„Schön, dass Sie nun endlich über Inhalt sprechen wollen.“

„Natürlich.“

„Besonders hier draußen. Das freut mich.“

„Natürlich.“

„Anfangen sollte man aber mit der Oberfläche.
Da gehtʻs um Dimension und Material.
Der äußere Eindruck. Der zählt ja schließlich.“

„Alles. Bloß ein Flickenteppich. So würde ich das ausdrücken.“

„Teppich. Ist das nicht abgehoben?“

„Ganz präzis.“

„Alles. Das ist zersprengt auseinander, an die Wand geschlagen
und im Haufen zusammengefallen.“

„Gefällt es denn nicht?“

„Beschissen.“

„Aber machen Sie sich Gedanken über Formate? Die Dimension.
Ich meine ja nur.“

„Da ist schon Potential. Da gibtʻs auch mal was Gutes.“

„Soll das jetzt Inhalt sein?“

„Was hätten Sie denn gerne?“

„Dort drüben mein Lieber. Sehen Sie dort? Die Schachtel?“

„Ja. Kann ich sehen. Hat so was von Wellpappe.“

„Genau! Und unbestimmt im Rot-Ton.“

„Patina, Rost oder Anstrich?“

„Nun ja, Abstriche muss ein jeder machen.“

„Kann angehen.“

„Und nun fragen Sie mal nach dem Inhalt. Machen Sie sich ʻnen Reim auf die Dimension. Ist ja immer noch leer jetzt.“

„Dimensionales taugt mir nicht zum Dichten. Von der Proportion her will ichʻs wohl mal versuchen.“

„Da sind fünf Seiten. Eine quadratische Stirn annähernd und vier lange schmale Flächen.“

„Nun also endlich. Zum Wesentlichen. Der Inhalt?“

„Ein Bund Rosen. Chilenischer Rotwein. Zehn Päckchen Marlboros mit Filter. Dinge mit Essenz und ebensolchem Ausmaß.“

„Ich bin mir unsicher.“

„Ja sicher.“

„Ich meine der Inhalt. Kann ja so stimmen. Aber sicher bin ich nicht.“

„Sie können ja springen solang es noch leer ist.“

„Aber sicher bin ich mir nicht.“